Handlungsempfehlungen 2026

1. Marke als Priorität im Top-Management.

Erstmals wird mit dem Deutschen Markenmonitor 2026 der Zusammenhang zwischen Marke und wirtschaftlichem Erfolg belegt.

Das sollte ein starkes Argument für das 
Top-Management sein, Marke als strategischen Erfolgsfaktor und Wachstumstreiber zu verstehen. Marke hat oberste Prioriät und das C-Level sollte sich intensiver mit 
der eigenen Marke und der Professionalisierung der Markenführung beschäftigen. Nutzen Sie die Studienergebnisse für Ihre interne Argumentation. Und ziehen Sie uns als Sparringspartner hinzu: Wir unterstützen Sie gerne mit unseren Best-Practice-Beispielen und mit unserer Expertise in der Markenführung.
 

 

2. Konsequente Orientierung an der Markenpositionierung.

Verankern Sie die Markenpositionierung als verbindliche Leitlinie
in allen relevanten Unternehmensbereichen.

Nutzen Sie dafür handlungsleitende Markenführungsinstrumente und operationalisieren Sie strategische Inhalte mit den jeweils Beteiligten zu konkreten Kriterien, Checklisten und Werkzeugen für die tägliche 
Arbeit. Schaffen Sie den Schulterschluss mit den HR-Verantwortlichen und integrieren Sie Marke bereichsübergreifend in der Personalentwicklung und legen Sie so die Grundlage für echte Markenbotschafter:innen.
 

Last but not least: Entwickeln Sie einen strukturierten Prozess zur Integration der Marke in die Produkt- und Serviceentwicklung. Wer markenprägende Kriterien systematisch definiert und in Entwicklungsprozesse implementiert, differenziert sich vom Wettbewerb und schafft die Basis für echte Typik, nachhaltiges Wachstum und überdurchschnittliche Margen.

3. Markentypik in Produkt- und Serviceangeboten als zentralen Erfolgsfaktor begreifen und definierte Überlegenheitsansprüche im Angebot einlösen.

Starke Marken setzen auf wenige, aber klar definierte Überlegenheitsansprüche – und erfüllen diese mit innovativen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen.

Erst wenn es gelingt, die Überlegenheitsansprüche im Angebot umzusetzen, wird das Markenversprechen glaubwürdig. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn die Unternehmensführung eine ganzheitliche Markenführung anstrebt, muss sie Markenverantwortlichen Einfluss auf das Innovations- und Angebotsmanagement geben. Das betrifft nicht nur die Entwicklung neuer Produkte und Services, sondern auch die Digitalisierung und die Gestaltung neuer Geschäftsmodelle.
Entscheidend dabei ist, dass Markenpositionierung und Markenstrategie nicht abstrakt bleiben. Sie müssen mit den einzelnen Abteilungen und Geschäftsbereichen in praktische, alltagstaugliche Kriterien und klare Handlungsanweisungen übersetzt werden.Regelmäßige Überprüfung bringt Sicherheit: Mit Checklisten und Audits lässt sich prüfen, wie konsequent eigene Aktivitäten zur Marke passen – und wo nachjustiert werden muss.

4. Circular Design ist ein fundamentaler Motor für zukunftssichere Geschäftsmodelle.

Wer sich nicht mit Circular Design beschäftigt, riskiert langfristig die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens.

Eine zunehmende Zahl insbesondere starker Markenunternehmen hat dies bereits erkannt und nutzt Circular Design, um ihr Angebot und ihre Marke zu profilieren. Prüfen Sie die Potenziale von Circular Design als Baustein Ihrer Produktentwicklung, Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeitsstrategie. Circular Design ist mehr als ein kurzfristiger Trend; es braucht Verbindlichkeit und einen klaren Platz in der langfristigen unternehmerischen Planung. Welche Rolle Circular Design bei der eigenen Markenpositionierung spielen kann, ist eine strategische Frage, die viele Unternehmen noch für sich beantworten müssen. Als Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie bietet es aktuell Potenziale, der eigenen Marke ein differenzierendes Profil zu verschaffen. Aufgrund zunehmender Regularien werden aber langfristig alle deutschen Unternehmen Circular Design berücksichtigen müssen. Vor diesem Hintergrund bleibt abzuwarten, ob Circular Design als markenstrategisches Feld zur Wettbewerbsdifferenzierung langfristig dienen kann.

5. Künstliche Intelligenz ist mehr als Effizienz. KI wird zum Treiber von Kreativität und Markentypik.

Nutzen Sie KI nicht nur für Effizienzgewinne, sondern auch um Ihre Marken
stärker, typischer und differenzierender in Sprache und Bildstil zu machen.

Für viele international agierende und dezentral organisierte Unternehmen kann 
der Einsatz der richtigen KI-Tools nicht nur zu Effizienzgewinnen führen, sondern als wichtiger Bestandteil der Brand Governance ein weltweit einheitliches und kohärentes Erscheinungsbild fördern. Außerdem ermöglicht der Einsatz von generativer KI neue Optionen der Lokalisierung und Individualisierung markentypischer Kommunikation. 

6. Mitarbeitende langfristig begeistern und zu Markenbotschafter:innen machen.

Für erfolgreiche Markenarbeit ist Begeisterung entscheidend. Etablieren Sie deshalb Maßnahmen zum Internal Engagement – denn nur, wenn Ihre Mitarbeitenden die Marke kennen und von ihr überzeugt sind, können sie diese der Leitidee entsprechend mit Leben füllen.

Besonders im Kontakt mit Kund:innen ist diese Einstellung maßgeblich und trägt 
zum Erfolg Ihrer Marke bei. Eine Marke entfaltet ihre Wirkung von innen nach außen. Daher ist es von großer Bedeutung, Mitarbeitende nicht nur zur Marke zu schulen und klar zu definieren, was die Markenpositionierung für den eigenen Arbeitsalltag bedeutet, sondern auch, sie nachhaltig für „ihre“ Marke zu begeistern. Digitale Erlebniswelten und KI-Avatare bieten bei der Aktivierung der Mitarbeitenden neue Möglichkeiten.

7. Raus aus dem Blindflug. Markencontrolling muss integrierter Bestandteil der Markenführung werden.

Angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen und knapper Marketingbudgets sind die Studienergebnisse zum Markencontrolling nicht nachvollziehbar. Effektivität und Effizienz im Marken- und Marketingmanagement sind ohne eine aktive Steuerung über KPIs nicht machbar.

Neben einer kennzahlengestützten Steuerung der Marken-Performance empfiehlt sich eine kontinuierliche Analyse, welche Touchpoints in welcher Gewichtung zum Markenimage beitragen. Damit können Sie gezielt den effektivsten Hebel wählen, um das Markenimage positiv zu entwickeln. Über die Verzahnung von qualitativen und quantitativen Daten und eine Integration von KI in der Auswertung können hier bei überschaubaren Investitionen noch detailliertere Erkenntnisse zur Optimierung von Funnel, Image und einzelnen Kontaktpunkten gewonnen werden.

8. Portfolioeffizienz im Auge behalten und bei M&A die Markenperspektive in der Due Diligence fest verankern.

Marken wirksam zu führen, verlangt Ressourcen und Konsequenz. Der bewährte Grundsatz „So wenige Marken wie möglich, so viele wie nötig“, ist nach wie vor relevant.

Sie sollten sich dabei an langfristigen Zielbildern für Ihre Markenarchitektur orientieren und Markenkonsolidierungen sowie Migrationen schrittweise umsetzen. Wer ohne Plan immer weiter Marken anhäuft, riskiert einen kostspieligen, schwer zu steuernden Markenzoo. Bei M&A-Aktivitäten sollten Markenverantwortliche von Beginn an in den Prozess involviert werden, um eine bestmögliche Portfoliointegration sicherzustellen und mögliche Konfliktfelder und Ineffizienzen möglichst frühzeitig aufzudecken. In der Due Diligence Phase sollte eine Brand Due Diligence etabliert werden.

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